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Das
Klavichord

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Das
Klavichord spielt sich nicht im Vorbeigehen. Es braucht Zeit und Ruhe.
Erfährt es vom Musiker keine Ausgeglichenheit, so verweigert
es seinen beseelten Ton. Wolfgang Amadeus Mozart schätzte dieses
Instrument so sehr, dass er trotz der fortgeschrittenen Klaviertechniken
seiner Zeit darauf noch sein Requiem komponierte. Im Grunde haben
alle Komponisten dieses höchst inspirierende Instrument immer
geliebt und dankbar zu nutzen gewusst, denn es war bekannt, dass darauf
jedes einfache Musikstück in ungeahnter Schönheit neu zum
blühenden aussagevollen Gedicht wird, da aller Dinge Sinn stets
nur in Ruhe auf einfühlsame Art erschlossen werden kann.
Wie heißt es doch:
und wer nicht poltern und rasen
muss, der geht am Pianoforte vorüber und widmet sich dem unaussprechlich
süßen Klang des Klavichordes.
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Das Mitternachtsklavier muss man einfach erleben: Geheimnisvoll betont
es die bergende Stille des Raumes mit seiner inneren Schönheit
und Größe.
Einer Größe, die seltsam den einen vom hohen
Rosse hebt, während sie den anderen aufrichtet und ermutigt,
sich ernst zu nehmen und zu lieben, was in ihm ist. |
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Deckel
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Teilansicht
außen
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Innenleben
Mechanik
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Blumenidyll
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Rosette
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Resonanzboden
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Das
Spinett

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Als
ich als Jugendlicher zum ersten Mal auf einem Cembalo bzw. Spinett
spielte, wusste ich nicht, ob es die silbrige Klarheit dieses wunderbaren
Klanges war, die mich im Augenblick so überwältigte, oder
ob es beim ehrfurchtsvollen Niederdrücken der Tasten die hochachtungsvolle
Art war, auf die ich in diesem Moment zum ersten Male fähig war,
mich selbst zu spüren und zu erleben. Im Gegensatz zu dem Gefühl,
persönlich etwas leisten zu müssen, erfuhr ich damals zum
ersten Mal, wie es ist, wenn man einem Instrument begegnet, das Eigenleben
hat. Ein Instrument, das etwas besonders Erhebendes hat, was es einem
schenken will. Etwas, was da ist, um gefunden und zum Blühen
und Leben gebracht zu werden. Dieser besondere Klang, den man nicht
noch meint formen zu müssen, der auch gar nicht geformt werden
soll und kann, weil in dessen Form und Wesen etwas bereits vollendet
Königliches ist. Diese Form und dieses Wesen vorsichtig durch
die Klaviatur zu ertasten, war mir damals innerlich geboten, und dementsprechend
geschmeidig waren die Bewegungen meiner Hände plötzlich,
die gewohnt waren, Tasten zu traktieren und darauf zu arbeiten, um
fremde und eigene Erwartungen zu erfüllen. Aber gar nicht zum
Greifen, sondern zum Begreifen und Erfühlen war mir. Ich saß
kerzengerade und erlebte, wie aus diesem ernsten Klang etwas Blumiges
in mir emporstieg.
Haben Sie schon einmal Spinett gespielt - zusammen mit Blockflöte,
Mandoline oder Gitarre? |
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